8 psychologische und medizinische Gründe, die FÜR einen Garten sprechen
Du hast vielleicht ein Eigenheim erworben und fragst dich, ob du überhaupt etwas im Garten erschaffen solltest, da dies doch nur Arbeit für dich implizieren und Zeit kosten würde, die du nicht hast bzw. nicht aufbringen möchtest?
Ich möchte dich mit diesem Artikel davon überzeugen, dass sich das Anlegen eines schönen Gartens unendlich mal lohnt, da es nicht nur für das (Mikro-)Klima und die Tiere ein Geschenk ist, sondern auch eine Wohltat für deine psychische sowie körperliche Gesundheit.
Hier kommen nun acht psychologische und medizinische Gründe, die FÜR einen Garten sprechen – fundiert und nachgewiesen.
Psychologische Gründe – was ein Garten mit unserer Psyche macht
1. Stressreduktion und innere Ruhe
Studien zeigen, dass bereits der Aufenthalt in einer grünen Umgebung den Cortisolpiegel (Stresshormon) senkt. Menschen fühlen sich nach Gartenarbeit oder Naturaufenthalt ruhiger, ausgeglichener und emotional stabiler.
2. Weniger Angst und depressive Symptome
Regelmäßiger Kontakt mit Natur wird mit geringeren Angstwerten und reduzierten depressiven Symptomen in Verbindung gebracht. Besonders wirksam sind dabei aktive Tätigkeiten wie Pflanzen, Pflegen und Gestalten.
3. Verbesserte Konzentration und mentale Erholung
Die sogenannte Attention Restoration Theory zeigt: Natürliche Umgebungen helfen dem Gehirn, sich von mentaler Erschöpfung zu erholen. Konzentration, Kreativität und geistige Leistungsfähigkeit steigen messbar an.
4. Stärkung des emotionalen Wohlbefindens
Gärten vermitteln ein Gefühl von Sinnhaftigkeit, Kontrolle und Selbstwirksamkeit – besonders wichtig in stressigen oder unsicheren Lebensphasen. Das Beobachten von Wachstum wirkt stabilisierend und hoffnungsvoll.
Medizinische und körperliche Gründe – messbare Effekte auf den Körper
5. Senkung von Blutdruck und Herz-Kreislauf-Risiken
Mehrere Studien belegen, dass regelmäßiger Aufenthalt im Grünen den Blutdruck senkt und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert. Ursachen sind z.B. die Stressreduktion, Bewegung und die parasympathische Aktivierung.
6. Mehr Bewegung – ohne Leistungsdruck
Gartenarbeit zählt als moderate körperliche Aktivität. Sie verbessert Ausdauer, Muskelkraft und Beweglichkeit, v.a. bei Menschen, die sonst keinen klassischen Sport ausüben. So hat man ein geringeres Risiko für Übergewicht, Diabetes Typ 2 und Herzkrankheiten.
7. Stärkung des Immunsystems
Der Kontakt mit Erde und Mikroorganismen fördert die Vielfalt des Mikrobioms, was sich, ebenso wie die Vitamin-D-Aufnahme, positiv auf das Immunsystem auswirkt. Zudem zeigen Studien, dass Naturaufenthalte die Aktivität von natürlichen Killerzellen erhöhen.
8. Besserer Schlaf
Menschen mit regelmäßiger Natur- und Tageslichtexposition schlafen nachweislich tiefer und schneller ein. Tageslicht reguliert den Melatonin-Rhythmus, Stressabbau unterstützt die Schlafqualität.
Fazit: Ein Garten ist präventive Gesundheitsförderung
Ein Garten wirkt gleichzeitig auf Psyche, Nervensystem, Herz-Kreislauf-System und Immunsystem. Die positiven Effekte sind wissenschaftlich belegt und treten oft schon bei regelmäßigem, niedrigschwelligem Kontakt mit Natur auf. So weiß man z.B., dass allein der Blick ins Grüne der besseren Gesundung von Erkrankten sowie einem geringeren Bedürfnis nach Schmerzmitteln dient. Je mehr Bäume man vor der direkten Haustür hat, desto geringer das Risiko für Antidepressiva. Das Leben auf dem Land scheint ein Gesundheitsfaktor zu sein im Vergleich zum Leben in der Stadt. Was hindert also so viele Menschen heutzutage daran, sich einen Garten anzulegen, wenn doch bereits der Blick ins Grüne aus dem Fenster nachweislich Körper und Geist positiv beeinflusst?
Man erlebt die Natur mit allen fünf Sinnen. Jeder weiß, dass z.B. der Geruch einer gemähten Wiese oder Vogelgezwitscher bestimmte positive Gefühle auslösen kann. Begriffe wie therapeutisches Gärtnern sind heute nicht mehr fremd. In Großbritannien gibt es sogar schon Rezepte für Outdoor-Aktivitäten, weil man von der heilsamen Wirkung der Natur weiß.
Ein Garten ist somit kein Luxus oder unnötiger, anstrengender Ballast, sondern ein wirksamer, natürlicher Gesundheitsfaktor!!!
Ich kann das nur bestätigen: Die schöpferische „Arbeit“ im Garten mit den eigenen Händen erfüllt mich mit Stolz und Freude. Das Obst und Gemüse, das ich selbst anbaue ist gleichzeitig frei von toxischen Pestiziden und super frisch. Wenn ich im Garten bin verlangsamen sich meine Gedanken, mein Geist kommt zur Ruhe, meine Stimmung hebt sich (nachweislich wird auch Serotonin, ein „Glückshormon“ freigesetzt) und ich fühle mich ruhig und ausgeglichen – ich atme auch tiefer. So ist mehr Raum für Gedächtnisleistung, Kreativität und Mitgefühl. Diese Areale werden nachweislich im Gehirn stärker.
Also los: Lasst es uns anpacken und mehr buntes Glück in die Welt bringen!!!
Alles Liebe, eure Karin

